Spinat-Gugelhupf

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Spinat-Gugelhupf

Dieser Spinatkuchen

ist ein weicher, lockerer und saftiger Gugelhupf mit einer wunderschönen, natürlich grünen Farbe. Auch wenn die Farbe zunächst überrascht, ist der Geschmack sehr mild und angenehm. Dieser grüne Kuchen passt perfekt in den Frühling, zu Ostern oder immer dann, wenn man etwas Besonderes backen möchte, das gleichzeitig einfach zuzubereiten ist. Dieses Rezept für einen lockeren Spinatkuchen ist unkompliziert und gelingsicher.

Schmeckt man den Spinat im Kuchen?

Nach dem Backen schmeckt man den Spinat in der Regel nicht heraus oder nur sehr leicht. Manche Menschen bemerken eine ganz feine Note, sie stört jedoch überhaupt nicht. Der Kuchen bleibt trotzdem weich, locker und angenehm im Geschmack. Genau deshalb überrascht Spinatkuchen viele Personen, die ihn zum ersten Mal probieren.

Warum ist Spinatkuchen grün?

Die grüne Farbe kommt natürlich vom Spinat. Besonders intensiv wird sie mit frischem Spinat, vor allem mit Babyspinat. Er sorgt für eine hellere, frischere, grasgrüne Farbe als gefrorener Spinat. Ein wenig Zitronensaft und eine kleine Menge Natron helfen zusätzlich dabei, die Farbe während des Backens zu stabilisieren, sodass der Kuchen nicht grau wird.

Kann man gefrorenen Spinat für Spinatkuchen verwenden?

Ja, auch gefrorener Spinat eignet sich gut für Spinatkuchen. Er verleiht dem Teig jedoch eine etwas dunklere Grünfarbe. Außerdem können im gebackenen Kuchen kleine Blattstücke sichtbar sein. Wichtig ist, den Spinat vorher vollständig aufzutauen und auszudrücken, damit überschüssige Flüssigkeit entfernt wird.

Was macht den Spinatkuchen besonders locker?

Der wichtigste Schritt ist das gründliche Aufschlagen der Eier mit dem Zucker zu einer hellen, luftigen Masse. Dadurch wird der Teig besonders leicht und kann beim Backen gut aufgehen. Danach sollten die restlichen Zutaten nur noch kurz und vorsichtig untergehoben werden - zuerst die Spinatmasse und anschließend das Mehl. Wichtig ist außerdem das richtige Verhältnis der feuchten Zutaten, deshalb sind im Rezept genaue Mengenangaben angegeben.

Öl oder Butter im Spinatkuchen?

In vielen Gugelhupf-Rezepten wird Butter verwendet, und auch geschmacklich passt sie zu vielen Kuchen sehr gut. In diesem Rezept funktioniert jedoch Öl besser. Es sorgt dafür, dass der Kuchen länger saftig, weich und locker bleibt.

Welches Mehl eignet sich am besten?

Für Spinatkuchen eignet sich am besten Mehl mit einem niedrigeren Glutengehalt, also Weizenmehl Type 405 (feines Kuchenmehl) oder Type 450. Es ist besonders fein gemahlen, wodurch der Kuchen höher aufgeht und eine zarte, fast biskuitartige Struktur erhält. Dadurch wird der Kuchen besonders locker und weich. Mehltypen mit höherem Proteingehalt, etwa Type 550, nehmen mehr Flüssigkeit im Teig auf. Das kann dazu führen, dass der Kuchen etwas dichter und kompakter wird.

Welche Creme oder Glasur passt am besten zu Spinatkuchen?

Der Spinatkuchen schmeckt auch pur hervorragend, kann aber zusätzlich mit einer Frischkäsecreme verfeinert werden. Eine Creme aus Frischkäse ist eine klassische Kombination zu Spinat- und Karottenkuchen. In dieser Variante hat sie eine feine Himbeernote, die perfekt zum Kuchen passt und einen schönen Kontrast zu seiner grünen Farbe bildet. Die Himbeeren kann man natürlich auch weglassen und eine klassische weiße Frischkäsecreme zubereiten. Eine weitere einfache und sehr beliebte Möglichkeit ist eine Zitronenglasur aus Zitronensaft und gesiebtem Puderzucker.

Zutaten für eine Gugelhupfform ca. 24 cm Durchmesser:

Für den Spinatteig:

  • 200 g frischer Babyspinat* (oder 300 g gefrorener Spinat)
  • 4 EL Zitronensaft (ca. 1 Zitrone)
  • 200 ml Pflanzenöl
  • 4 Eier (Größe M), Zimmertemperatur
  • 160 g Zucker
  • eine große Prise Salz (ca. ¼ TL)
  • 360 g Weizenmehl (Type 405- 450)
  • 2 TL Backpulver
  • ½ TL Natron

Für die Himbeer-Frischkäsecreme:

  • 80 g Butter, Zimmertemperatur
  • 120 g Puderzucker
  • 200 g Frischkäse, Doppelrahmstufe, Zimmertemperatur
  • ca. 70 g gefrorene Himbeeren (ca. 2 EL Himbeerpüree), optional

Außerdem:

  • Butter zum Einfetten der Form
  • Mehl zum Bestäuben der Form

Zubereitung:

  1. Eine Gugelhupfform (Ø ca. 24 cm) mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Beiseitestellen.
  2. Frischen Spinat waschen und gründlich trocken tupfen. In eine hohe Schüssel (bei Verwendung eines Stabmixers) oder in den Mixbehälter eines Standmixers bzw. in den Mixtopf eines Thermomix das Öl und den Zitronensaft geben und einen Teil des Spinats hinzufügen (in den Thermomix gebe ich zunächst etwa die Hälfte). Alles zu einer feinen Spinatmasse pürieren. Anschließend den restlichen Spinat hinzufügen und weiter pürieren, bis die Masse möglichst glatt und homogen ist. Frischer Spinat hat ein großes Volumen, deshalb lässt er sich am besten portionsweise pürieren. Nach dem Pürieren von frischem Spinat mit Öl und Zitronensaft sollten etwa 420 ml Spinatpüree entstehen. (Wenn gefrorener Spinat verwendet wird, folgendermaßen vorgehen: Den Spinat am besten über Nacht in einem Sieb über einer Schüssel auftauen lassen. Danach leicht ausdrücken und die Flüssigkeit in die Schüssel ablaufen lassen. Den Spinat nicht zu stark ausdrücken - nach dem Ausdrücken sollten etwa 150 g Spinat übrig bleiben. Ist es weniger, etwas von der aufgefangenen Flüssigkeit hinzufügen, damit die Menge wieder stimmt. Anschließend den Spinat zusammen mit dem Öl und dem Zitronensaft möglichst fein pürieren).

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  1. In einer separaten Schüssel das Mehl mit Backpulver und Natron vermischen und anschließend alles zusammen sieben.

3

  1. Die ganzen Eier mit dem Zucker und einer Prise Salz auf höchster Stufe 10 Minuten zu einer hellen, cremigen und luftigen Masse aufschlagen.

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  1. Die Geschwindigkeit auf niedrige Stufe reduzieren und das Spinatpüree nach und nach hinzufügen. Nur so lange verrühren, bis sich alles verbunden hat. Die Mehlmischung in 2- 3 Portionen zur Eiermasse geben und mit einem Teigschaber oder einem Schneebesen vorsichtig unterheben, nur bis sich die Zutaten gerade verbunden haben. (Sobald das Mehl nicht mehr sichtbar ist, sollte man aufhören zu rühren. Je kürzer der Teig in diesem Schritt gemischt wird, desto höher und luftiger wird der Kuchen).

5

6

  1. Den Teig in die vorbereitete Gugelhupfform füllen.
  2. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- Unterhitze) etwa 45 Minuten backen, bis eine Stäbchenprobe trocken herauskommt. Nach dem Backen die Ofentür leicht öffnen und den Kuchen noch etwa 5 Minuten im Ofen stehen lassen. Anschließend den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, bis er lauwarm ist. Danach aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.

7

  1. Die Frischkäsecreme zubereiten: Die Himbeeren in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erwärmen, bis sie aufgetaut sind. Anschließend durch ein feines Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Die Butter mit dem Puderzucker einige Minuten auf hoher Stufe zu einer hellen, cremigen Masse aufschlagen. Die Geschwindigkeit reduzieren und den Frischkäse nach und nach hinzufügen. Nur kurz rühren, bis sich alles verbunden hat. Zum Schluss 2 Esslöffel Himbeerpüree hinzufügen und noch einmal kurz unterrühren.
  2. Die Frischkäsecreme auf dem Kuchen verteilen. Einen Teil der Creme kann man in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und damit ein dekoratives Muster auf den Kuchen spritzen.
  3. Den Spinatkuchen mit Frischkäsecreme im Kühlschrank aufbewahren. Ohne Creme kann er in einer Kuchendose oder in einem Frischhaltebeutel gelagert werden, damit er nicht austrocknet. Der Kuchen bleibt mindestens 3- 4 Tage frisch. Ohne Creme lässt er sich auch gut einfrieren.

Anmerkung:

* Babyspinat ist milder und zarter als normaler Spinat mit großen Blättern oder gefrorener Spinat. Man kann jedoch auch normalen Spinat verwenden. Dieser hat dickere und festere Stiele, deshalb empfiehlt es sich, die Stiele zu entfernen und erst danach 200 g Spinatblätter abzuwiegen.

Zeit

Zeit:

Arbeitszeit:
Backzeit:
Portionen

Anzahl der Portionen:

ca. 16- 20

Schwierigkeitsgrad Schwierigkeitsgrad: mittel
Kosten Kosten: mittel
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