Heidelbeer-Tartelettes mit Halva-Creme

Tartelettes mit Wildheidelbeeren und Halva-Creme
sind eine perfekte Kombination aus besonders zartem Mürbeteig, einer aromatischen Heidelbeer-Schicht und einer feinen Frischkäse-Halva-Creme. Heidelbeeren harmonieren hervorragend mit der leichten, cremigen Füllung und sorgen für ein ausgewogenes und rundes Geschmackserlebnis.
Der Mürbeteig, der ausschließlich mit Eigelb zubereitet wird, ist besonders zart und hat ein intensives, buttriges Aroma. Dadurch sind die Tartelettes sehr fein und empfindlicher als klassische Mürbeteigböden. Im Vergleich zu üblichen Tartelettes, die meist aus stabilerem Teig bestehen, ist die Struktur hier deutlich filigraner und erfordert etwas mehr Sorgfalt.
Nach dem Backen sollten die Tartelettes vorsichtig aus den Förmchen gelöst werden, um Brüche zu vermeiden. Auch beim Umsetzen empfiehlt es sich, sie von unten mit einem Tortenheber anzuheben, damit die empfindlichen Ränder nicht beschädigt werden.
Auch wenn die Zubereitung etwas Fingerspitzengefühl erfordert, lohnt sich der Aufwand. Diese Tartelettes mit Heidelbeeren und Halva-Creme sind ein besonderer Dessertgenuss und eignen sich ideal für festliche Anlässe.
Zutaten für ca. 12 klassische Tartelettes (Ø ca. 10 cm) und 6 kleine Tartelettes (Ø ca. 6 cm):
Für den Mürbeteig:
- 300 g Weizenmehl (am besten Type 405)
- 200 g Butter, kalt
- 3 Eigelb (von Eiern Größe M), kalt
- 1 Prise Salz
- 70 g Puderzucker
Für die Heidelbeercreme:
- 300 g gefrorene Wildheidelbeeren
- 30 g Zucker
- 1 EL Zitronensaft
- 20 g Vanille- oder Sahnepuddingpulver ohne Zucker oder Speisestärke
- 30 g Butter
Für die Halva-Creme:
- 100 g Halva, Vanillegeschmack
- 30 g Puderzucker, gesiebt
- 300 g Frischkäse (Doppelrahmstufe) oder Mascarpone, kalt
- 200 g Schlagsahne, kalt
- 2 gestr. TL gemahlene Gelatine (5 g)
- 2 EL Wasser
Außerdem:
- Butter zum Einfetten der Förmchen
Zubereitung:
- Den Mürbeteig zubereiten: Butter mit Mehl, Salz und Puderzucker hacken (man kann auch einen Zerkleinerer verwenden), dann die Eigelbe hinzufügen. Den Teig nur kurz kneten, bis sich die Zutaten verbinden, damit er sich nicht unnötig erwärmt. (Alternativ können alle Zutaten - Mehl, in kleine Stücke geschnittene Butter, Eigelbe, eine Prise Salz und Puderzucker - in eine Rührschüssel gegeben und mit der Küchenmaschine verarbeitet werden).
- Den Teig leicht flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kühlen (kann auch über Nacht im Kühlschrank bleiben).

- Tartelettes-Förmchen* mit Butter einfetten.
- Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 5 mm dick ausrollen (auch das Nudelholz leicht bemehlen). Kreise ausstechen, die etwas größer sind als die Förmchen (bei mir eine große Tasse mit Ø ca. 12 cm). Die Förmchen damit auslegen und darauf achten, dass die Ränder, besonders am Rand, nicht zu dünn sind.

- Den Teigboden mit einer Gabel einstechen. Die Förmchen für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

- Nach dem Kühlen den Teig mit Backpapier bedecken und beschweren (z.B. mit getrockneten Bohnen, Erbsen oder Backkugeln).
- Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- Unterhitze) ca. 15 Minuten backen. Anschließend das Backpapier mit der Beschwerung entfernen und weitere ca. 5 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.

- Die gebackenen Tartelettes auf ein Kuchengitter stellen und in den Förmchen vollständig auskühlen lassen.
- Danach vorsichtig aus den Förmchen lösen (am besten das Förmchen umdrehen und den Boden vorsichtig in die Hand gleiten lassen).
- Die restlichen Böden auf die gleiche Weise backen.
- Die Heidelbeercreme zubereiten: Gefrorene Heidelbeeren in einen Topf geben, Zucker und Zitronensaft hinzufügen und bei niedriger Hitze erwärmen, bis die Beeren weich sind.

- Anschließend mit einem Stabmixer zu einem glatten Mus pürieren. In einer kleinen Schüssel das Puddingpulver oder die Stärke mit ca. 3 EL Heidelbeermus mit einem Schneebesen glatt rühren.

- Das restliche Mus zum Kochen bringen, dann die angerührte Mischung hinzufügen und unter ständigem Rühren ca. 1 Minute kochen, bis die Masse deutlich eindickt.
- Den Topf vom Herd nehmen und sofort die Butter hinzufügen. Mit einem Schneebesen verrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist.

- Die heiße Heidelbeercreme in die Tartelettes füllen (ca. 2 TL pro Stück). Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank kühlen.

- Die Halva-Creme zubereiten: Die Gelatine in einen kleinen Topf geben, mit 2 EL kaltem Wasser übergießen, umrühren und quellen lassen.
- In der Zwischenzeit die Halva mit einer Gabel sehr fein zerdrücken und in die Rührschüssel geben. Puderzucker und Frischkäse hinzufügen und kurz verrühren, bis eine glatte Masse entsteht.

- Die Sahne hinzufügen und steif schlagen (nicht zu lange rühren, damit die Masse nicht gerinnt).
- Die gequollene Gelatine bei niedriger Hitze unter Rühren auflösen (nicht kochen). Vom Herd nehmen, ca. 3 EL der Creme einrühren, damit sich die Temperatur angleicht, dann zur restlichen Creme geben und gut verrühren.

- Die Creme in den Kühlschrank stellen. Sobald sie anfängt fest zu werden (je nach Frischkäse dauert das ca. 0,5- 1,5 Stunden – zwischendurch kontrollieren und ggf. mit dem Schneebesen umrühren), in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf die gekühlte Heidelbeercreme aufspritzen - von der Mitte aus in kreisenden Bewegungen nach außen.

- Die fertigen Tartelettes in den Kühlschrank stellen, bis die Creme vollständig fest ist.
- Die Tartelettes können im Kühlschrank bis zu ca. 3 Tage aufbewahrt werden.
Anmerkung:
* Ich habe nur 6 Tartelettes-Förmchen, deshalb habe ich zuerst 6 Böden gebacken und nach dem Abkühlen und Herausnehmen die nächste Portion zubereitet. Den restlichen Mürbeteig habe ich in dieser Zeit im Kühlschrank aufbewahrt.
Wie verhindert man, dass Mürbeteig beim Backen vom Rand rutscht?
- Der Teig sollte gut gekühlt sein - das ist sehr wichtig, damit er beim Backen die Form behält.
- Beim Auskleiden der Förmchen den Teig nicht dehnen. Am besten einen Kreis ausstechen, der etwas größer ist als das Förmchen, und locker hineinlegen.
- Darauf achten, dass zwischen Boden und Rand kein "runder Übergang" entsteht - der Teig sollte sauber in die Kante gedrückt werden.
- Den Teig gut an die Ränder andrücken und bis zum Rand hochziehen. Überstehenden Teig mit einem Messer von innen nach außen abschneiden, damit er besser anliegt. Man kann auch maximal 1mm Teig über den Rand stehen lassen.
- Den Boden mit einer Gabel einstechen, damit Dampf entweichen kann und sich der Teig nicht aufbläht.
- Bei größeren Förmchen empfiehlt es sich, den Teig blind zu backen, also mit Beschwerung (z.B. Backkugeln, Bohnen oder Erbsen), wie im Rezept beschrieben.
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Zeit: |
Arbeitszeit:
Backzeit:
Stehzeit:
gesamte Zubereitungszeit:
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Anzahl der Portionen: |
ca. 14 Stück ca. 10 cm Durchmesser |
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| Schwierigkeitsgrad: | anspruchsvoll | |
| Kosten: | teuer |

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